Ein ganz besonderer Garten zählt zu den sieben Weltwundern der Antike. Allerdings ist seine Existenz heute unter Wissenschaftlern umstritten. Die hängenden Gärten der Semiramis in Babylon waren eine aufwendig angelegte Parkanlage. Sie lag direkt am Fluss Euphrat, einer Gegend, die heute zum Irak gehört. Beschrieben wurden diese Gärten von griechischen Autoren.

Das Weltwunder

Die Gartenanlage bildete ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 120 Metern. Darauf befanden sich Terrassen, die bis zu 30 Meter hoch waren. Es gibt leider keine konkreten Skizzen von diesem antiken Weltwunder. Die Beschreibung der Anlage basiert in erster Linie auf Berichten von Schreibern wie Berossos oder Ktesias von Knossos. Die Originalberichte sind allerdings verloren gegangen und die meisten Quellen beziehen sich auf römische Geschichtsschreiber, die diese Berichte nacherzählten. Schließlich wurde die Gartenanlage im Laufe der Zeit zerstört. Wie und warum dies geschah, weiß man bis heute nicht. Manche Geschichtswissenschaftler zweifeln daher an der Existenz der Anlage und wollen sie nicht als Weltwunder bezeichnen.

Neuesten Erkenntnissen zufolge handelte es sich bei diesen hängenden Gärten eher um Dachterrassen, die begrünt waren. Außerdem wurden sie von Nebukadnezar II. errichtet, der die Gärten für seine Gemahlin ins Leben rief. Semiramis war jedoch eine Königin, die rund 200 Jahre vor Nebukadnezar II in Babylon regierte. Eigentlich war sie gar keine Königin, sondern eher eine Sagengestalt, die einer orientalischen Legende zugeschrieben wird.

Fest steht jedoch, dass Gartenanlagen in Babylon nichts Außergewöhnliches waren. Viele Könige und Herrscher ließen dort Gärten errichten. Die Lage Babylons zwischen Euphrat und Tigris war zudem sehr günstig für derartige Parks.

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